Maribor - Vurberk - Ptuj

Wir fahren die alte Straße Maribor-Ptuj durch Malecnik, Duplek und Dvorjane, wo die Straße bergauf bis zur Siedlung Vurberk führt. Hier bietet sich von dem Bergrücken über der Drau ein herrlicher Ausblick auf das Draufeld und die östlichen Hänge des Pohorje Gebirges. In der Nähe befinden sich die Ruinen des Schlosses von Vurberk, bekannt schon seit dem Jahr 1238. Das ursprungliche Schloß ließ der tschechische König Otokar II. zerstören, wonach die Ptujer ein neues errichteten. Bis zum Jahre 1945 lebten hier die Ptujer, Stubenbergs, Attems und zuletzt Herbersteins. Im Jahre 1945 wurde das Schloß durch die Bombenangriffe der Aliierten stark beschädigt, und so sind heute nur noch die Randteile des Schloßkomlexes mit dem gotischen Turm und dem Renaissance Eingangsportal erhaltengeblieben. In der Nähe kann man die Pfarrkirche der hl. Mariä aus dem Jahre 1336 besichtigen. Im 18. Jh. wurde sie umgebaut und erweitert. In die Kirche wurden zwei römische figural bearbeitete Steine eingemauert. Einst befand sich in Vurberk die Wasserfassung eines Wasserleitungzweiges des römischen Poetovio.

Wir fahren weiter auf dieser Straße, die bergab in das Tal des Baches Grajena führt. Auf der linken, also der Sonnenseite, öffnet sich schon ab und zu der Blick auf die Weinberge, die auf dem naheliegenden Mestni vrh und in seiner Umgebung sehr gute Qualitätsweißweine geben. Hinter dem Dorf Grajena kann man schon Ptuj, über dem das Ptujer Schloß dominiert, erblicken. Natürlich ist es nicht möglich in diesem kurzen Abschnitt alle kulturellen Sehenswürdigkeiten der ältesten Stadt Sloweniens zu erwähnen. Schon in der Vorzeit gab es hier einen Drauübergang. Das weitere Gebiet von Ptuj war seit der Jungsteinzeit besiedelt. Nachdem die Römer ins Land gezogen sind, entstand hier eine römische Ansiedlung. Als Poetovio wird die Stadt. erstmals in den Texten von Tacitus im Jahre 69 u.2. erwahnt. Nach dem Verfall des Römischen Kaisertums wurde die Stadt im 5. Jahrhundert von Gothen und Hunnen verwüstet. Die Slawen errichteten im 6. Jh. auf diesem Platz eine kleinere Siedlung. Im 10. und wurde durch die Einfälle der Ungarn der Stadt viel Schaden zugefügt. Mit der Errichtung des Ptujer Schlosses im 12. Jh. begann ein lebhafter Ausbau der Stadt. Aus dem 12. Jh. stammt die Propsteikirche des hl. Georg. Außerdem bekam die Stadt im 13. Jh. das Dominikaner- und das Minoritenkloster. Im Jahre 1376 wurden der Stadt das städtische Statut erteilt. Durch die Errichtung der Stadtmauer und der Draubrücke wurde das Stadtbild von Ptuj im 15. Jh. abgerundet. Bei den Einfällen der Türken spielte das Schloß mit seinen Bastillen eine bedeutende Rolle bezüglich der Abwehr. Nach dem II. Weltkrieg wurde das Schloß nationalisiert. Heute ist hier das Regionalmuseum mit einer außergewöhnlich reichen kultur-historischen, ethnographischen und Galeriesammlung untergebracht.

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